Wie man zwischen unseren kognitiven Tests unterscheidet
Bei Master International bieten wir zwei kognitive Tests an: ACE und CORE. Beide Verfahren unterstützen Unternehmen dabei, die kognitiven Fähigkeiten von Bewerberinnen und Bewerbern im Hinblick auf die Komplexität eines Jobs zu beurteilen. So wird es deutlich einfacher, die Passung zwischen Position und Person fundiert einzuschätzen. Trotz dieser gemeinsamen Zielsetzung unterscheiden sich ACE und CORE in wesentlichen Punkten – und genau diese Unterschiede sehen wir uns im Folgenden gemeinsam an.
Moderne Rekrutierungsprozesse kombinieren mehrere Methoden – darunter datengestützte Lösungen wie kognitive Tests – um eine hohe prognostische Validität zu erreichen. Eine hohe prognostische Validität erhöht die Wahrscheinlichkeit, den einen Kandidaten/die eine Kandidatin mit dem größten Potenzial für beruflichen Erfolg zu identifizieren, was genau mit ACE und CORE möglich ist.
Doch wann ist es sinnvoll, den einen Test dem anderen vorzuziehen? In diesem Artikel betrachten wir die Unterschiede zwischen den beiden kognitive Tests genauer und erläutern, wann welcher Test im Recruiting-Prozess den größten Mehrwert liefert.
Unabhängig davon, welcher kognitive Test eingesetzt wird, ist es immer wichtig, den Grad der Komplexität jener Aufgaben zu berücksichtigen, die von der jeweiligen Position verlangt werden. Sobald klar ist, wie komplex die Aufgaben sind, für die sich eine Person bewirbt, lassen sich eindeutige Kriterien definieren – und damit die passende Übereinstimmung identifizieren.
ACE vs. CORE: Die Unterschiede im Überblick
Sowohl ACE als auch CORE sind wertvolle Instrumente im Recruiting, da sie dabei unterstützen, jene Kandidat:innen zu identifizieren, die am besten zur Komplexität eines Jobs passen. Die beiden Tests unterscheiden sich jedoch in sechs zentralen Punkten:
- Aufgaben
- Genauigkeit
- CAT-Technologie
- Dauer
- Einsatz im Recruiting
- Lese- und Verständnisschwierigkeiten
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Die allgemeinen Unterschiede zwischen ACE und CORE sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.

Aufgaben
Sowohl ACE als auch CORE messen die allgemeinen mentalen Fähigkeiten (General Mental Ability, GMA). Diese gelten als der stärkste Prädiktor für berufliche Leistung und für die Fähigkeit, neues Wissen zu erwerben.
Der Unterschied zwischen den beiden Tests liegt darin, dass CORE ausschließlich aus figuralen Aufgaben besteht, während ACE eine Kombination aus figuralen, verbalen und numerischen Aufgaben umfasst (siehe Beispiele für Aufgaben unten). Es ist anzumerken, dass sich bei ACE die folgenden fünf unterschiedlichen Konfigurationen einstellen lassen:
- numerisch & figural & verbal (Standard)
- numerisch & figural
- verbal & figural
- verbal & numerisch
- nur figural (bei Dyslexie/Legasthenie)
Genauigkeit
Sowohl ACE als auch CORE liefern präzise Einschätzungen der kognitiven Fähigkeiten von Kandidat:innen. CORE ist eine solide Wahl, wenn eine zuverlässige Bewertung der beruflichen Leistungsfähigkeit gesucht wird. Wenn jedoch eine besonders hohe Messgenauigkeit erforderlich ist, empfehlen wir ACE.
CORE besteht aus fixen figuralen (räumlichen) Aufgaben.
Bei ACE hingegen wird der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben an die Antworten der testenden Person angepasst. Dies ist durch den Einsatz der fortschrittlichen CAT-Technologie (Computer Adaptive Testing) möglich.
CAT Technologie
Die CAT-Technologie (Computer Adaptive Testing) kommt im ACE-Test zum Einsatz. Das bedeutet, dass der Test so aufgebaut ist, dass er für alle Personen herausfordernd bleibt, da sich der Schwierigkeitsgrad laufend an die gegebenen Antworten anpasst.
Diese Technologie wird bei CORE nicht verwendet. Alle Personen, die den CORE-Test absolvieren, bearbeiten daher dieselben Aufgaben – unabhängig von ihren individuellen Antworten.
Einsatz im Recruiting
Kognitive Tests wie ACE und CORE sind wirkungsvolle Instrumente im Recruiting, entfalten ihren größten Nutzen jedoch in unterschiedlichen Phasen des Auswahlprozesses.
ACE ist besonders wertvoll, wenn eine hoch präzise Messung der kognitiven Fähigkeiten gewünscht ist – etwa in späteren Phasen des Recruiting-Prozesses, wenn der Kreis der Kandidat:innen bereits eingegrenzt wurde.
Dies liegt daran, dass ACE numerische, verbale und räumliche Aufgaben kombiniert und zusätzlich die CAT-Technologie nutzt. In Kombination ermöglicht dies tiefe Einblicke in das Potenzial einer Person für beruflichen Erfolg.
CORE hingegen besteht ausschließlich aus räumlichen Aufgaben und dauert rund 30 Minuten. Dadurch eignet sich CORE besonders gut für eine zuverlässige Einschätzung der kognitiven Fähigkeiten in Bezug auf die Job-Komplexität.
Lese- und Verständnisschwierigkeiten
Bei Master International legen wir großen Wert auf faire Beurteilungen und auf eine positive, benutzerfreundliche Erfahrung für alle Testteilnehmenden. Daher empfehlen wir Testverantwortlichen ausdrücklich, bestmögliche Rahmenbedingungen für Personen mit Lese- oder Verständnisschwierigkeiten zu schaffen.
Ist bekannt, dass eine zu testende Person Lese- oder Verständnisschwierigkeiten hat – etwa bei Dyslexie/Legasthenie – oder besteht dieser Verdacht nach dem Test, empfehlen wir beim ACE-Test, ausschließlich die figuralen Aufgaben einzusetzen. In der MPP - Master People Plattform kann der Test dafür einfach ohne numerische und verbale Aufgaben konfiguriert werden. Die Nutzung der CAT-Technologie bleibt dabei uneingeschränkt erhalten.
Der CORE-Test ist vollständig nonverbal aufgebaut und bietet damit gleiche Voraussetzungen für Personen mit und ohne Lese- oder Verständnisschwierigkeiten – vorausgesetzt, Testverantwortliche stellen sicher, dass alle Teilnehmenden verstehen, wie die Aufgaben zu bearbeiten sind. Es ist daher sinnvoll, darauf hinzuweisen, dass bei Bedarf eine sprachlich versierte Person die Anweisungen vorlesen kann, um Missverständnisse zu vermeiden.
Dauer
- CORE: ca. 30 min.
- ACE (Standardpräzision): ca. 45 min.
- ACE (hohe Präzision): ca. 75 min.
Lesen Sie hier: Was müssen Sie über kognitive Test wissen?


